spargelsalat mit radieschen-vinaigrette.

Es gibt Dinge, für die bin ich beim Kochen einfach zu doof. Gestern hat sich etwas Neues auf meine "Liste der Küchenfertigkeiten, die mir einfach total abgehen" geschlichen: das Pochieren von Eiern. Aber weil das Leben bekanntermaßen kein Ponyhof und eine ständige Herausforderung ist (und das Ergebnis obendrein einfach verdammt gut schmeckt), plane ich nicht, diesen Zustand beizubehalten. Rezepte mit pochierten Eiern könnten sich also in meiner Küche häufen - dass sie es in naher Zukunft in gleicher Zahl auf meinen Blog schaffen, wage ich aber zu bezweifeln. Das Auge isst ja schließlich mit... Immerhin ein Mal habe ich die Herausforderung (für repräsentive Zwecke) gemeistert:


Laumwarmer Spargelsalat mit pochiertem Ei und Radieschen-Vinaigrette nach: slowly veggie! (Nr. 1, 2013)

 








 Rezept (für 2 Personen):
  •  4 Stangen weißer und 4 Stangen grüner Spargel
  • ½ Bund Radieschen
  • ½ Bund Schnittlauch
  • 1 EL Weißweinessig
  • ½ EL Ahornsirup
  • ½ TL Meerrettich (aus dem Glas, ohne Sahne)
  • Salz, Pfeffer
  • 1 ½ EL Rapsöl
  • 1 EL Walnussöl
  • 2 Eier (Größe L)
  • Kräuter nach Belieben und Lust (z.B. Kerbel oder Dill) 

Den weißen Spargel schälen (lassen - muhaha) und - genau so wie den grünen Spargel - von den holzigen Enden befreien. Beim grünen Spargel lediglich das untere Drittel schälen. 

Den weißen Spargel in etwas kochendes Salzwasser geben. Nach 4 Minuten den grünen Spargel hinzugeben und zusammen weitere 4 Minuten garen.  Den Spargel aus dem Wasser nehmen und kurz mit etwas Eiswasser abschrecken. Zur Seite stellen. Das Spargelwasser bei reduzierter Hitze einkochen lassen.

Radieschen putzen und sanft trocken tupfen. In dünne Scheiben hobeln (z.B. mithilfe einer Mandoline) oder schneiden. Den Schnittlauch in kleine Röllchen schnibbeln (funktioniert prima mit einer sauberen Schere). Essig, Meerrettich, Ahornsirup, Salz und Pfeffer verrühren. Die beiden Ölsorten kräftig untermischen und Radieschen und Schnittlauch hinzugeben. 

Währenddessen einen Topf mit reichlich Wasser aufkochen. Anschließend die Hitze reduzieren, sodass das Wasser nur noch leicht siedet. Ein Ei aufschlagen und vorsichtig (!) in das Wasser gleiten lassen*. Etwa 5 Minuten pochieren - sanfter Druck mit dem Finger auf das Ei verrät, wie flüssig der Dotter noch ist. Wenn's passt, das Ei herausnehmen, abtropfen lassen und gegebenenfalls in Form schneiden. Mit einem weiteren Ei wiederholen.

Spargelstangen der Länge nach halbieren und auf dem Teller anrichten. Mit etwas heißem, eingekochten Spargelsud übergießen. Die Radieschen-Vinaigrette auf dem Spargel verteilen. Das pochierte Ei dazugeben und mit etwas Salz und Pfeffer würzen. Alles nach Belieben mit Kräutern garnieren (ich habe Kerbel verwendet). Dazu passt eine eiskalte Rhabarber- oder Holunder-Fassbrause und etwas frisches Brot.

Das Original-Rezept stammt aus der ersten Ausgabe der slowly veggie!.


* me = totaler Pochier-Idiot! Ich habe drei (!!) Anläufe gebraucht und habe genauso viele Töpfe temporär versaut. Letztlich hat es mit einem sehr frischen Ei, ohne das im Rezept vorgesehene Salz und unter Zurhilfenahme eines flachen Schälchens am besten funktioniert. Richtig rund ist es noch immer nicht geworden, aber wenigstens als pochiertes Ei identifizierbar - ein Zustand, an dem ich nach Versuch 2 ehrlich gesagt nicht mehr wirklich geglaubt hatte.


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