süßer möhrenstrudel.

Warum in die Ferne schweifen, wenn das gute liegt so nah... in diesem Falle in der Kartoffel-Kiste (3 Möhren) und dem Gewürzregal (Zimt und Sternanis). Da einem der Schritt nach draußen ohnehin das Gefühl vermittelt, es sei Anfang Oktober, finde ich die "Weihnachtsgewürze" auch gar nicht so unpassend. Und mit ein bisschen Blätterteig umwickelt (und um die ein oder andere Zutat ergänzt), erhält man auch schon:

Süßer Möhren-Strudel nach: Lust auf Genuss (7/2013) 








Rezept (für 3 Stück):

  • 225 g Blätterteig (aus der Kühlung)
  • 175 g Möhren, geschält
  • 10 g Butter (hier substituiert durch Margarine)*
  • 2 EL Honig (hier ersetzt durch Agavendicksaft)*
  • 1 EL brauner Zucker oder Rohrohrzucker
  • 100 ml Orangensaft, frisch gepresst (entspricht ca. einer Orange)
  • 1 EL frischer Zitronensaft
  • ½ Msp. Zimt, gemahlen
  • 1 Sternanis
  • 1 EL Sultaninen (habe ich weggelassen, weil... naja, vergessen halt)
  • 1 EL Walnusskerne, gehackt
  • 1 Eigelb
  • 1 EL Schlagsahne (ich habe Soja-Sahne benutzt)*
  • ½ EL Pistazienkerne, gehackt

Backofen vorheizen (200°C bei Ober-/Unterhitze, 180°C bei Umluft). Wenn ihr TK-Blätterteig nutzt, den Teig auftauen. Die Orange auspressen (und den evtl. überschüssigen Saft zum Kochen trinken). Möhren grob raspeln und mit Butter, Honig, Zucker, Orangen- und Zitronensaft, Zimt und Sternanis sowie den Walnüssen in einem kleinen Topf kurz aufkochen. Etwa 10 Minuten lang im geschlossenen Topf weiterkochen. Ich habe außerdem eine gute Prise Fleur de Sel hinzugeben** (nicht im Rezept vorgesehen).

Währenddessen den Teig vorbereiten. Da ich Teig aus der Kühlung genutzt habe, habe ich ihn lediglich einmal in der Mitte umgeschlagen und noch einmal gründlich ausgewalzt. Den Deckel vom Topf nehmen und Möhren so lange weiterköcheln lassen, bis die Flüssigkeit verkocht ist. Das dauert etwa 5 weitere Minuten (und die Küche riecht scnhließend köstklich!): Sternanis herausfischen und die Möhrenmasse auskühlen lassen. Dazu gegebenenfalls auf einem Backblech oder einem großen Teller verteilen.

In der Zwischenzeit Eigeld und Sahne verquirlen. Die Füllung im oberen Drittel wie einen dicken Strang auf den Teig geben und den Blätterteig anschließend rundum dünn mit der Ei-Sahne-Mischung bepinseln. Teig einschlagen und Enden leicht einfalten. Vorsichtig aufrollen, sodass die Klebekante auf der Unterseite liegt. Die Enden fest andrücken und gegebenenfalls nach unten einschlagen. Die Rolle auf ein Backblech manövrieren und mit der Eisahne bestreichen. Auf der untersten Schiene des Backofens für ca. 20 Minuten backen.

Nach 20 Minuten erneut dünn mit der Ei-Sahne-Mischung bepinseln und die Pistazienkerne darüberstreuen. Weitere ca. 5 Minuten backen und dann warm oder kalt servieren. 


*im Rezepttext sind meine Ersetzungen nicht mehr als solche hervorgehoben.
** frei nach meinem Lebensmotto: "Mit Salz ist alles besser!"

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