weihnachtstüte.

Seit 2013 sind Peter und Susanna mit ihrer abendtüte quasi eine feste Institution in Düsseldorf. Nachdem ich viel darüber gehört und das Konzept schon mit und bei Freunden getestet hatte (Mercimekli Köfte), erschien mir Weihnachten als die passende Gelegenheit, den vorweihnachtlichen Einkaufsstress* abzutreten und mich aufs "einfach (nur) Kochen" zu konzentrieren. Ich habe mich für die fleisch- und alkohollose Variante des Drei-Gang-Menüs entschieden:

2-farbige-Weihnachts-Petersilien-Cremesuppe  


 (nicht im Bild: Sahne)



Außer der mitgelieferten Zutaten brauchte ich nur etwas Olivenöl, Salz und Pfeffer. Außerdem wäre ein besserer Stabmixer gut gewesen (ist vielleicht was für die Weihnachtswunschliste nächstes Jahr) - meiner ist am Petersilienpesto gescheitert, weshalb ich a) damit keinen Tannenbaum in die Suppe zaubern konnte und b) auf ein Stück Knoblauch gebissen habe, was dazu führte, dass ich in der darauffolgenden Nacht noch vom Knoblauchgeschmack in meinem Mund aufgewacht (!) bin. Aber das ist ja nicht das Problem der abendtüte. Die Suppe war lecker - würzig und cremig. Leider war ich so hungrig, dass sie mir fast ein wenig zu wenig war, aber schließlich sollten noch zwei Gänge folgen. 


Gebratener Mandel-Tofu mit Süsskartoffeln auf Granatapfel-Dattel-Couscous








Die Hauptspeise war so unkompliziert wie effektvoll (und hübsch!). Während die Süßkartoffelspalten im Ofen Farbe annahmen, ließen sich Granatapfel-Dattel-Couscous und Mandel-Tofu bequem zubereiten. Einziges Manko: für die Panade des Tofu hätte ich wohl ein Ei zuhause haben sollen. Hatte ich nicht. Fail. Ich hätte mal aufs Rezept schauen können, finde aber in der Tat, dass Ei - anders als Salz, Pfeffer und Olivenöl - nicht notwendigerweise zu den Sachen gehört, die man eh zuhause hat (ich jedenfalls nicht). Glücklicherweise hat es auch mit Ersatzstoffen funktioniert. Für's nächste Mal würde ich mir einen deutlicheren Hinweis wünschen (vielleicht außen auf der Tüte oder schon bei der Bestellung?). Oder einfach ein Ei. :-)
Ansonsten war die Hauptspeise köstlich und mehr als reichlich! Das habe ich sicher nicht zum letzten Mal gekocht. 



Gefüllte Zimt-Punschbirne mit (Karamell-)Sahne

 

 

 


Mein persönliches Highlight! Die Punschbirne war - bis auf ein widerspenstiges Kerngehäuse - schnell und problemlos zubereitet und schmeckte fabelhaft! Fruchtig, süß, weihnachtlich. Da uns die Punsch-Sauce schon süß und klebig genug war, habe ich auf den Karamell verzichtet. Auch ohne ein Weihnachtsgedicht!

Fazit:

Für mich war die (weihnachts)abendtüte eine schöne Möglichkeit, an den Feiertagen ganz entspannt zu Kochen, ohne mir vorher Gedanken machen oder mich in den Einkaufstrubel werfen zu müssen. Die Gerichte sind einfach zuzubereiten, lecker und vor allem ohne zusätzlichen Einkaufsaufwand zu bestreiten (Ausnahme: das Ei), die Portionen ausreichend groß. Ich habe mich den ganzen Abend über sehr an den Sachen erfreut, insbesondere auch an der liebevollen Art und Weise, wie die Zutaten verpackt und die Rezeptkarten designt waren. Alles in allem bin ich sehr zufrieden und freue mich, dass es die abendtüte gibt. Das wird sicherlich wiederholt.


*eigentlich bin ich ein Supermarktenthusiast. Ich finde wenig so entspannend wie stöbern, einkaufen, Neues entdecken und sich vom Angebot um einen herum berieseln zu lassen, aber wenn ganz Düsseldorf für einen scheinbaren Atomkrieg aufstockt - nein danke!

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