METRO-kochherausforderung 2015 - die einweihungsparty

Zum wiederholten Mal hat METRO die Kochherausforderung ausgerufen (etwas, was im Metro-Konzern übrigens hinsichtlich der Frage, wen oder was man herausfordert, durchaus Teekesselchen-Potenzial hat) - dieses Mal zum zweiten Mal unter meiner Beteiligung!

Die Regeln

Ein Warenkorb unbekannten Inhalts, dessen Zutaten alle (in nicht definierter Menge und Dosierung) verwendet werden müssen. Weglassen verboten, ergänzen erlaubt. Das Motto dieses Durchgangs lautete "Einweihungsparty" - sehr dankbar! Die genaue Form der Speisen, eine Anzahl von Gängen oder ähnliches sind nicht vorgegeben. 

Der Warenkorb



 

Inhalt:

  • Bulgur
  • Kichererbsen (Dose)
  • Halloumi
  • Zuckerschoten
  • Chicorée
  • Spargel, weiß
  • Tomaten, bunt
  • (Shiso-)Kresse
  • Nori-Blätter
  • Safran-Honig
  • Gin

Das Projekt

Mit Essen kann man mich erfreuen. Mit hübschem, buntem Essen kann man mich glücklich machen! Außerdem eignet es sich ganz hervorragend für Fingerfood. (Wenn Essen klein und niedlich ist, macht es mich übrigens noch glücklicher!) Außerdem eignet sich Fingerfood hervorragend für Einweihungspartys. Und hat außerdem den Zusatzvorteil, nicht alle Zutaten in zwei oder drei Gänge quetschen zu müssen! Also habe ich am Sonntag in der Küche ein bisschen experimentiert. Was dabei rausgekommen ist, folgt hier. Die Rezepte sind jeweils für 8 Personen ausgelegt (Ausnahme: der Drink).


Das Ergebnis

Spargel-Tartelettes mit Rucola-Kresse-Limetten-Pesto

 

Für das Pesto:

  • 1 Bund Rucola*
  • zwei Töpfchen Kresse
  • 30 g Parmesan
  • 25 g Pinienkerne
  • Saft einer Limette (ungespritzt)
  • etwas Abrieb der Limettenschale
  • 1 EL Ahornsirup
  • reichlich Olivenöl
  • Salz, Pfeffer

Für die Tartelettes:

  • 400 g weißer Spargel, geschält
  • 1-2 Rollen Blätterteig
  • Olivenöl
  • Salz

Für das Pesto zunächst die Pinienkerne trocken anrösten, bis sie goldbraun sind und duften. Abkühlen lassen. Währenddessen Rucola verlesen, waschen und die harten Stiele abzupfen. Mit der Kresse in ein hohes Gefäß geben. Parmesan grob hobeln und mit Limettensaft und -abrieb, den Pinienkernen und dem Ahornsirup hinzufügen. Mit etwas Olivenöl aufgießen und pürieren. Nach Geschmack weiter Olivenöl hinzufügen, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Mit Salz und Pfeffer sowie ggf. etwas mehr Ahornsirup abschmecken. 

Ofen auf 180°C vorheizen. Blätterteig ausrollen, rund ausstechen und in 10 kleine Formen (z. B. Pastetenförmchen, Ø 9 cm) verteilen. Den Boden mehrfach einstechen. Mit Pesto bestreichen. Den geschälten Spargel in ca. 2 cm lange Stücke schneiden und auf dem Pesto anrichten. Mit etwas Olivenöl bestreichen und salzen. Ca. 20 Minuten im Ofen backen, bis der Teig knusprig und der Spargel leicht gebräunt ist.

Tipp: Das Pesto lässt sich prima vorbereiten und für einige Tage aufbewahren. Dafür am besten in ein kleines Marmeladenglas abfüllen und mit Öl bedecken, sodass das Pesto keinen Kontakt zur Luft hat.

 

Bunte Tomaten-Millefeuille mit knusprigen Halloumi, zitronigem Hummus und Shiso-Kresse



Für die Millefeuille:

  • 8 bunte Tomaten
  • 1 Packung Halloumi
  • Olivenöl
  • Shiso-Kresse

Für den Hummus:

  • 400 g Kichererbsen
  • 2 TL Tahini
  • 3 EL Olivenöl
  • 1 Knoblauchzehe, gepresst
  • Saft einer Zitrone
  • 1 TL Cumin
  • Salz
  • Za'atar zum Bestreuen

Für den Hummus zunächst alle Zutaten miteinander gründlich pürieren und abschmecken. Die Tomaten mit einem sehr scharfen Messer quer in dünne Scheiben schneiden; die Deckel zur Seite stellen. In einem großen Sieb vorsichtig abtropfen lassen. Halloumi ebenfalls in ca. 1 cm dicken Scheiben schneiden und mit etwas Öl in einer Pfanne knusprig braten. Halloumi auf etwas Küchenkrepp abkühlen lassen. Etwas Hummus auf einen Teller geben und eine Scheibe Tomate darauf geben. Eine Scheibe Halloumi auf die Tomatenscheibe legen. Mit einer weiteren Scheibe Tomate abdecken. Etwas Hummus mit einigen Blättern Shiso-Kresse darauf geben. Mit Tomaten, Halloumi und Hummus im Wechsel fortfahren. Zum Schluss den Deckel einer der Tomaten aufsetzen und alles mit Za'atar und der übrigen Shiso-Kresse bestreuen und etwas Olivenöl darüber träufeln.  

Hinweis: Es empfiehlt sich, die Millefeuille möglichst frisch zuzubereiten, damit der Halloumi schön knusprig bleibt. 

Gebratener marinierter Chicorée auf knusprigem Brot mit Spinat-Kürbiskern-Streich

 

Für den Spinat-Kürbiskern-Streich

  • zwei Handvoll Babyspinat*, gewaschen und von den groben Stielen befreit
  • 25 g Kürbiskerne
  • Olivenöl
  • Saft einer Zitrone
  • Salz, Pfeffer
  • Muskat

Für die Schnittchen  

  • 3-4 Chicorée
  • 1 Mehrkorn-Baguette zum Aufbacken
  • Saft einer Orange
  • Abrieb einer Orange (ungespritzt)
  • 1 Knoblauchzehe
  • 3 EL Olivenöl
  • 2 TL Nuss-Senf (z. B. von Edmond Fallot)
  • Salz, Pfeffer
  • schwarzer Kümmel

Für den Streich Spinat grob zerrupfen. Kürbiskerne in einer Pfanne trocken anrösten und auskühlen lassen. Mit dem Spinat, etwas Olivenöl, Zitronensaft, Salz und Pfeffer grob pürieren. Ich benutze hier weniger Olivenöl als bei der Herstellung von Pesto, damit der Streich eher fest und nicht ganz so fettig wird. Zuletzt mit etwas frisch geriebener Muskatnuss abschmecken.

Chicorée je nach Größe halbieren oder vierteln. Orangensaft, Orangenabrieb, Knoblauch, 2 EL Olivenöl, Senf, Salz und Pfeffer verquirlen und den Chicorée in der Mischung ca. 30 Minuten ziehen lassen. Baguette nach Anweisung aufbacken. Anschließend 1 EL Olivenöl in einer Pfanne erhitzen. Den Chicorée aus der Marinade nehmen, gut abtropfen lassen und in der heißen Pfanne von allen Seiten kräftig anbraten. Wer mag, kann am Ende noch einen TL feinsten Zucker in die Pfanne hinzugeben und den Chicorée darin karamellisieren. 

Das ausgekühlte Baguette in ca. daumendicke Scheiben schneiden und großzügig mit der Spinat-Paste bestreichen. Chicorée auf dem Brot anrichten und mit schwarzem Kümmel bestreuen.

Tipp: Die Marinade nicht wegschütten. Sie eignet sich z. B. als würziges Salatdressing am nächsten Tag!

Handrolls (Temaki) mit Zuckerschoten und Mango


Rezept:

  • 125 g Sushi-Reis
  • 100 ml Reisessig
  • 85 g feiner Zucker
  • 30 g Salz
  • 4 Nori-Blätter, halbiert
  • 8 Blätter Salat*, gewaschen
  • 1 Mango, geschält und in Streifen geschnitten
  • 100 g Zuckerschoten
  • Wasabi
  • Rettich-Sprossen

Den Reis zunächst gründlich waschen und dann nach Anleitung kochen. Nach dem Kochen in eine Schüssel geben. Währenddessen Reisessig, Zucker und Salz in einen Topf geben, leicht erwärmen und so lange rühren bis sich das Salz und der Zucker aufgelöst haben. Abkühlen lassen. Etwa 2 EL zum noch warmen Reis hinzufügen, den Rest der Mischung für das nächste Mal in einem Schraubglas aufgewahren. Vorsichtig unterrühren und die Reismischung danach mit einem feuchten Handtuch abdecken. Ein Schüsselchen mit warmem Wasser bereitstellen, um die Finger befeuchten zu können.
Jeweils an einer Seite etwas Reis auf die halbierten Nori-Blätter geben. Andrücken und etwas verteilen (funktioniert mit feuchten Fingern besser!). Etwas Wasabi darauf geben und dann je ein Blatt Salat, einen Streifen Mango sowie einige Zuckerschoten auf dem Reis platzieren und das Nori-Blatt tütenförmig aufrollen. Mit Rettich-Sprossen garnieren.

Süßer Bulgur-Salat mit Rosenwasser und frischen Früchten


Rezept:

  • 200 g Bulgur
  • 500 g Erdbeeren
  • 125 g Himbeeren
  • 250 g Heidelbeeren
  • 400 ml Orangensaft
  • 1 TL Butter
  • 1 TL Rosenwasser
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 1 Prise Salz

Bulgur nach Packungsanleitung zubereiten, dabei jedoch das Wasser durch Orangensaft ersetzen. Vom Herd nehmen, Butter, Vanillezucker und Rosenwasser hinzugeben und unterheben. Mit einer Prise Salz abschmecken. Abkühlen lassen. Früchte putzen, verlesen und ggf. halbieren oder vierteln. Wenn der Bulgur vollständig erkaltet ist, Früchte hinzugeben und vorsichtig unterheben. Nach Geschmack mit einem Spritzer Zitronensaft abschmecken.

Spargel-Vanille-Kompott auf Erdbeerpüree




Für das Kompott:

  • 600 g weißer Spargel, geschält (möglichst dicke Stangen!)
  • 1 Vanilleschote
  • 50 g Butter
  • 100 g Gelierzucker (2:1)
  • 50 g Safran-Honig 
  • 1 EL Zitronensaft

Für den Erdbeerspiegel:

  • 500 g frische Erdbeeren
  • 1 Limette
  • 30 g Puderzucker

Erdbeeren waschen, vom Strunk befreien und halbieren. Mit dem Saft einer Limette und dem Puderzucker pürieren. Kaltstellen.
Spargel schälen und Enden abschneiden. Den Spargel in ca. daumenlange Stücke schneiden. Die Vanilleschote der Länge nach einschneiden und mit der Spitze des Messers auskratzen. Butter in einem kleinen Topf zerlassen und den Spargel und die ausgeschabte Vanille hinzugeben. Die Schote ruhig auch in den Topf werden! Alles zusammen kurz anbraten. Dann den Gelierzucker, den Honig und den Zitronensaft zufügen und ca. 10 Minuten köcheln lassen. Etwas abkühlen lassen und mit dem Erdbeer-Püree servieren.

Die Idee stammt ursprünglich aus der Lust auf Genuss und ist mittlerweile einer meiner Favouriten aus der Reihe "Spargel mal anders". Eigentlich ist dazu ein Sorbet vorgesehen (siehe hier) - ich habe einfach auf das Gefrieren des Sorbets verzichtet (für Partys eher unpraktisch) und den Puderzucker-Anteil etwas reduziert. Durch den Honig erhält das Kompott eine sehr feine Safran-Honig-Note, die perfekt zur Vanille und dem Eigengeschmack des Spargels passt!
 

Gin Tonic



Für 1 Glas:

  • 4 cl Gin 
  • 16 cl Tonic Water
  • frische Salatgurke, in grobe Stücke geschnitten
  • Minze nach Geschmack

Vier bis sechs große Eiswürfel mit einem Schuss Gin in ein Glas geben. Gurkenwürfel nach Geschmack hinzugeben und das ganze mit Tonic Water auffüllen. Mjam.


Das Fazit

Rückblickend habe ich a) eine Menge Sachen püriert und b) ziemlich viel Olivenöl umgesetzt. Kein Wunder, dass ich mich fühle, als hätte ich durch das ständige Abschmecken (und Aufessen) 10 kg zugenommen. Spaß hats trotzdem gemacht. Und anstrengend wars. Und lecker! Also genau so, wie eine Herausforderung meines Erachtens sein sollte. Und ich weiß jetzt, was es zu meiner nächsten Einweihungsparty gibt! Danke, Metro, dass ich noch mal mitmachen durfte und für eure Großzügigkeit (auch im Namen meiner Freunde, die davon ebenfalls sehr profitiert haben).


*aus dem eigenen Garten

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