essen und freunde - auf kulinarischer schnitzeljagd.

Anlässlich ihres zweiten Geburtstags rief die abendtüte am 19. September zur kulinarischen Schnitzeljagd - also haben wir uns aufs Fahrrad geschwungen und sind dem Ruf gefolgt. Vom Treffpunkt im hohen Düsseldorfer Norden führte uns die Route von Derendorf über Pempelfort, Düsseltal, Flingern und Oberbilk bis in die Innenstadt und teilweise sogar noch bis nach Unterbilk. An jeder Station gab es die Möglichkeit, ein wenig zu verweilen, ausgewählte Kostproben zu genießen, kleine Geschenke mitzunehmen und (natürlich) etwas einzukaufen. Aber der Reihe nach...

1. Station: Dolcinella





 

Dolcinella: Langsamer Start in den Tag mit einem Cappuccino, einem Glas Sekt, einem Cannelé und einem Blick in die Regale des kleinen Derendorfer Ladencafés, die voller ausgefallener Gewürze, Kakaos und sonstiger Leckereien stehen. Direkt nebenan liegt übrigens das Le Sapin, wo es Schönes aus und auf Papier gibt und das ebenso einen Besuch wert ist wie die kleinen Köstlichkeiten bei Dolcinella.

dolcinella. / le sapin.

2. Station: Olive




Nur einige Straßen von Dolcinella entfernt liegt die Olive (allerdings ist der Weg immer noch weit genug, um sich mindestens zwei mal hart anpöbeln zu lassen, wenn man als Fahrradfahrer am Verkehr teilzunehmen versucht - Düsseldorf ist manchmal wirklich eine seltsame Stadt...). Hier gibt es eine große Vielfalt an Gewürzen und Gewürzmischungen, Öle, Pestos, Nudelsaucen und was einen sonst noch begeistert, wenn man vom Leben mehr erwartet als Jodsalz und muffiges Supermarktpesto. Hier gab es übrigens Kala Namak auf Butterbrot zu probieren: das Schwefelsalz aus Indien schmeckt tatsächlich wie Ei! Ich war wirklich fasziniert (sehr sogar) und seit ich welches Zuhause habe, hat meine Faszination kein Stück nachgelassen. Unbedingt probieren!

olive.

 

3. Station: Natural Greek Food





Oh yeah. Oliven! Und Olivenöl! Und Feta! So gut! Mittlerweile stellt sich aufgrund der wilden Mischung von Nahrungsmitteln zwar ein leichtes Unwohlsein in der Magengegend ein, aber das hat mich ja noch nie von irgendwas abgehalten... Der kleine Eckladen liegt mitten in Pempelfort und führt ausschließlich Produkte kleiner griechischer Manufakturen, die man nicht überall bekommt. Mein Favorit waren übrigens die aufgeschlagenen Oliven. Und der Feta!

 

4. Station: Hof und Feld

Hier gab's grünen Smoothie, aber leider keine Bilder. Die wirklich große Auswahl an frischem Gemüse würde mich vermutlich mehr verzücken, wenn ich zuhause nicht in selbstgezogenen Möhren, Kartoffeln und Roten Beten ersaufen würde (ich hätte nie gedacht, dass ich mal die Augen rollen würde, wenn mir jemand Rote Bete unter die Nase hält). Anyway. Immerhin gab's mal was Flüssiges, damit der Kuchenbrotfetaklumpen im Bauch ein bisschen aufgelockert wird!

 

5. Station: Cheesecake & Gallery





Life is a cheesecake! And a very good one, indeed. Bei cheesecake & gallery gibt's - wie der Name schon vermuten lässt - Käsekuchen und Kunst. Geht beides gut zusammen. Kaffee gibt's auch. Und Brownies. Alles zusammen läd zu längerem Verweilen ein, aber war ja auch ne harte Tour von Pempelfort nach Düsseltal (Anpöbel-o-meter is still counting - was haben Menschen nur gegen Fahrradfahrer?). Hier haben wir es uns also ein bisschen gemütlich gemacht, Pläne für Reisen nach San Francisco und Segeltouren vor griechischen Inseln geschmiedet und ENDLICH mal was gegessen (ha-ha). Wir fahren ja so viel Fahrrad, da verbraucht man die Kalorien ja quasi direkt wieder. </selbstbetrug off> Es hat sich aber gelohnt. Der Cheesecake ist wirklich phänomenal!

cheesecake & gallery.


6. Station: Spritterei





That awkward moment when you realize you left your tickets at the last station... Wir haben trotzdem was zu Trinken bekommen (ein Ratsherrn Pale Ale) und während P. freundlicherweise zurück zur Käsekuchengallerie geradelt ist, haben wir sogar noch was über Bier gelernt. Da ich über Bier ungefähr so viel weiß, wie über Wein oder die Funktionsweise von Hydraulikmotoren, ist es zugegebenermaßen aber auch nicht so schwer, mich zu erleuchten. Was das wichtigste ist: hat geschmeckt! Und weil es in der Spritterei nicht nur Bier, sondern auch "more" (Gins und Tonic Waters zum Beispiel) gibt, kann man da auch hingehen, wenn man es mit Bier nicht so hat.

spritterei.

 

7. Station: Naturburschen Flingern

Wieder keine Bilder, dafür aber ganz köstlichen Käse und Wein mit ebenso vorzüglichem Brot der Bäckerei Hercules. Hier war's vergleichsweise voll und eng (daher habe ich mir auch das Rumhantiere mit der Kamera erspart). Erkenntnis: wenn man quasi nur Zucker gegessen hat, und dann Bier und Wein draufkippt, hat das eine deutlich stimmungsaufhellende (und geldbeutellockernde) Wirkung!

naturburschen.

8. Koch Dich Türkisch

Langsam fühle ich mich ja schon ein bisschen angeschlagen. Bei Koch Dich Türkisch war es zwar ziemlich voll, wir konnten uns aber wenigstens mal hinsetzen. Auf dem Fahrrad sitzen gilt nämlich nicht! Das Fotografieren habe ich auch hier vergessen (und mache den Wein bei den Naturburschen dafür ein bisschen verantwortlich). Dabei gab es zu meiner großen Freude sogar eine Leckerei, die ich auch zuhause schon das ein oder andere Mal zubereitet habe: Mercimekli Köfte. Dazu wurden Brot und Tahin-Pekmez, eine Mischung aus Tahini und Traubensirup, gereicht. Köstlich! Das Rezept dazu gibt es hier.


koch dich türkisch.

9. abendtüte


Halt Nummer 9: die abendtüte! Hier gab's Kürbis-Orangen-Suppe (sogar extra mit einem echten Löffel - vielen Dank!), Schnittchen mit Frischkäse, Parmesan und Walnuss und den guten Ailaike-Eistee. Hier habe ich komischerweise fast nur Menschen fotografiert, aber kaum Essen. Gestärkt sind wir dann zur (für die meisten) letzten Etappe aufgebrochen.

abendtüte.


10. Frucht & Genuss

 


Frucht & Genuss war mir bisher tatsächlich kein Begriff. Und das ist wirklich eine Schande! Versteckt auf der Stresemannstraße gibt es neben dem tollen Angebot an frischen Lebensmitteln und allem, was das Hipster-Einkaufsherz so begehrt außerdem einen günstigen vegan-vegetarischen Mittagstisch, von dem wir (obwohl nicht mehr Mittag war) probieren durften. Das Essen ist so einfach wie köstlich: Chili sin carne, Penne, Bohnensalat, Süppchen. Außerdem jeden Tag einen Smoothie. Und ganz viel Gastfreundschaft! Hier haben wir gern den Tag ausklingen lassen und sind danach mit vollen Mägen und glücklich nach Hause geradelt (natürlich nicht, ohne sich noch weitere fünf Male anpöbeln zu lassen). 

frucht & genuss.



Schön war's. Ganz herzlichen Dank an alle, die mitgemacht, uns so gut versorgt und mich haben fotografieren lassen. Ich freue mich auf eine Wiederholung!

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